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Schweißen von niedriglegiertem Stahl

Oerlikon-Lösungen für Schweiß- und Schneidanwendungen für niedriglegierte Stähle

Niedriglegierte Stähle sind Stähle mit einem geringen Anteil (im Allgemeinen bis 8 %) von Legierungselementen (Chrom, Nickel, Molybdän, Mangan, Vanadium …). Das Hinzufügen dieser Legierungselemente verleiht den niedriglegierten Stählen bestimmte Eigenschaften: Mo erhöht die Festigkeit, Ni erhöht die Zähigkeit, Cr verbessert die Temperaturbeständigkeit, Härte und Korrosionsbeständigkeit. Niedriglegierte Stähle werden in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt, beispielsweise für Erdbewegungs- und Baumaschinen (Kräne), Schiffe, U-Boote, Brücken, Pipelines, Bohrinseln oder Druckbehälter.

Das Schneiden niedrig legierter Stähle kann im Autogenverfahren erfolgen, allerdings wird das Plasmaschneiden wegen der kleinere Wärmeeinflusszone oft vorgezogen.
Das Schweißen von niedriglegierten Stählen ist mit fast allen Lichtbogen-Schweißverfahren möglich. Die benötigte Ausrüstung wird oben im Abschnitt zu unlegierten Stählen beschrieben.
Die Wahl des richtigen Zusatzwerkstoffes ist entscheidend, um eine gute Schweißqualität zu erzielen.
Oerlikon verfügt über ein umfassendes Angebot an Schweißzusätzen. Bitte wenden Sie sich an unsere Servicetechniker, wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Zusatzes benötigen.

Stahl mit hoher Streckgrenze (High Yield Strength Steel, HYSS) oder HS

HYSS-Stähle sind Stähle mit einer Mindeststreckgrenze von 500 MPa.
Sie wurden in den letzten Jahren erfolgreich im Stahlbau eingesetzt (U-Boote, Offshore-Konstruktionen, Brücken, Kräne, Schiffe, LKW und Anlagen usw.)….
Der aktuelle Trend Stählen mit höherer Streckgrenze (690 MPa und mehr). Diese ermöglichen eine weitere Verbesserung des Verhältnisses zwischen Festigkeit und Gewicht und Ersparnisse bei Materialien, Transport- und Herstellungskosten.
Oerlikon bietet ein umfassendes Sortiment von Schweißzusatzwerkstoffen für diese Stähle, je nach Verfahren und Streckgrenze.

Wetterfeste Stähle

Wetterfeste Stähle wurden mit dem Ziel einer höheren Beständigkeit gegen atmosphärische Einflüsse entwickelt. Wetterfester Stahl erzeugt eine Schutzschicht auf seiner Oberfläche. Diese als COR-TEN-Stahl bekannten Stähle werden, für große Stahlbauten,, Brücken und im Seetransport, beispielsweise bei Containern, eingesetzt.

Oerlikon bietet ein umfassendes Sortiment an Zusatzwerkstoffen zum Schweißen dieser Stähle.

  • TENCORD-Sortiment von E-Hand-Elektroden
  • CARBOROD NiCu-WIG-Stäbe
  • MIG/MAG - Massivdraht: CARBOFIL NiCu
  • MIG/MAG-Fülldraht: FLUXOFIL 18HD, FLUXOFIL 48 oder FLUXOFIL M48
  • Draht-Pulver-Kombination FLUXOCORD 48HD/OP 121TT oder OP 132 für SAW

Hitzebeständige Stähle

Hitzebeständige Stähle werden für Anwendungen eingesetzt, bei denen die Beständigkeit gegen hohe Temperaturen von höchster Bedeutung ist. Der Stahl ist verschleißfest und beständig gegen große Temperaturunterschiede. Zu den industriellen Anwendungen zählen Schmelzöfen, Wärmetauscher und Verbrennungsanlagen, bei denen die Temperatur über 1100 °C steigen kann. Diese Stähle sind korrosionsbeständig, kriechfest, oxidationsbeständig und beständig gegen Wasserstoffversprödung. Die Zusammensetzung dieser Stähle umfasst Nickel, Titan, Chrom (für Korrosionsbeständigkeit) und Molybdän (für eine höhere Zugfestigkeit und Wärmebeständigkeit).

Oerlikon bietet ein umfassendes Sortiment an Zusatzwerkstoffen zum Schweißen dieser Stähle.

  • E-Hand-Elektroden: CROMOCORD- und OE KV-Sortiment
  • WIG-Stäbe: CARBOROD Mo, CARBOROD CrMo, CARBOROD KV, CARBOROD W 225V
  • MIG/MAG - Massivdraht: CARBOFIL Mo, CARBOFIL CrMo, CARBOFIL KV
  • MIG/MAG-Fülldraht: FLUXOFIL 25, FLUXOFIL 35, FLUXOFIL 36, FLUXOFIL 37 und FLUXOFIL 38C
  • und diverse Draht-Pulver-Kombinationen für UP

TENACITO – Doppelmantel -Elektroden

Eine technische Innovation von Oerlikon

Die beiden Umhüllungen werden während der Herstellung der Elektrode gleichzeitig in einem einzigen Extrusionsvorgang aufgebracht. Die Umhüllungen haben eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung, ergänzen sich aber und ermöglichen ein technisch besseres Resultat.

Was sind die Vorteile des Doppelmantels?
  • Äußerst stabiler Lichtbogen, unempfindlich gegen Lichtbogenblaswirkung.
  • Stetiges und hochwertiges Schmelzen bei sehr geringem Schweißstrom.
  • Sehr bedienerfreundlich.
  • Ausgezeichnete Benetzung selbst bei niedrigem Strom.
  • Hohe Flexibilität für unregelmäßige Spalte.
  • Hohe metallurgische Reinheit des Schweißguts .